Das Nimbysyndrom

Not in my Backyard (Nimby)
Die allermeisten Leute wollen eine lebenswerte Zukunft und befürworten die Energiewende. Doch wenn ein Windrad oder ein Strommast in Sichtweite aufgestellt werden soll, dann verwandelt sich bei manchen ihre Zukunftsvision schnell in einen panisch heftigen Aufschrei. Auslöser ist das „Not in my Backyard“-Syndrom, und diesen Menschentyp nennt man dann abgekürzt: Nimby.
Ein Nimby-Protest ist allerdings nicht das begrüßenswerte Engagement von Personen, Initiativen, Verbänden und Gruppen, die sich gegen großmännische Machenschaften ohne Berücksichtigung menschlicher Belange zur Wehr setzen. Beispielsweise gegen die unbeherrschbare Atomkraft, die Waffenlobby und die fürchterlichen Kriege, den fortschreitenden Klimawandel, die Ausbeutung der Ressourcen in der 3.Welt und deren Folgen, oder gegen Ungleichheit und Rassismus! So etwas ist wünschenswerte, aktiv gelebte Demokratie, in der sich Menschen einsetzen, um eine bessere Welt für alle zu ermöglichen.
Die Nimbywut geht anders. Sie bricht aus, wenn's einzig um die Befriedigung der eigenen materiellen Bedürfnisse geht. Droht hier Gefahr, entlarvt sich der selbsternannt: "tolerante" Bürger! Der Öko-Hipster wird zum Ego-Wutbürger! Ursache dieser Phänomene sind oft ausgeprägte kleinfamiliäre Gruppenegoismen. Nur wenn's um die unmittelbaren eigenen Interessen geht, wird man initiativ und handelt gegen die (nur öffentlich vorgetäuschten) "hehren" Prinzipien. Beispiele findet man genug.: Me, myself - and I